Pressebericht Weihnachtsshow 2019

Pressebericht Weihnachtsshow 2019

Mit ihrer Weihnachtsshow füllten Unikat und Freunde am Samstagabend die Reithalle: Die Songs zur Weihnachtszeit umfassten Traditionelles sowie lustige Schlager – dargeboten von der Band und dem Background-Chor, untermalt vom NB Ballett aus Zell-Weierbach.

Ausgerechnet mit dem Schneewalzer heizte Unikat mit seinen Freunden bei der Weihnachtsshow besonders ein: Die Musiker auf der Bühne drehten allmählich das Tempo hoch, und davor tanzten die vier Mädchen vom NB Ballett aus Zell-Weierbach immer schneller. Im Paillettenkleidchen mit einem goldenen Glitzerring umrahmten sie die flotte Melodie vor der Bühne.

Aber auch auf Melodramatik setzte Gaby Heuberger, die es spannend machte, als sie im grünen Kleid mit goldenem Blattkrönchen auf die Bühne kam und über die Rose sinnierte. Flötentöne, die ebenso auf Vögel hinwiesen wie ein lautlich imitiertes Flügelschlagen, schufen eine gespenstische Atmosphäre. Die Mädchen tauchten mit Kutten und Kerzen auf. Mit jeder Menge Hall auf der Stimme sang Gaby Heuberger „Maria durch den Dornwald ging“. Ähnlich inszenierte sie auch das mittelalterliche Lied „Es kommt ein Schiff geladen“.

Jess Haberer stand nicht nur als Duettpartner von Gaby Heuberger auf der Bühne, etwa bei „Go tell it on the Mountain“ oder „Jingle Bells Rock“, bei dem er den deutschen Part übernahm. Als Solist hatte er sich zwei besondere Titel ausgesucht: Lou Reeds „Perfect Day“, bei dem die Mütter im Publikum ihre Kinder fest in die Arme zogen, und „Falling in love with you“ von Elvis. Für den passenden Rocksound griff dazu Peter Haas vom Background-Chor in die Saiten.
Nicht fehlen durfte der Nikolaus, der vorgesorgt hatte: Als seine Mitra abstürzte, trug er darunter immerhin noch die rote Bommelmütze. Er lud die Kinder ein, zum Singen auf die Bühne zu kommen. Die waren mutig und sangen tatsächlich ins Mikrofon, wenngleich ihnen der große Auftritt teilweise nicht ganz geheuer schien. Später hatte der Nikolaus alle Hände voll zu tun, um die leuchtenden Sterne zu verteilen. Die Leuchtstäbe verkeilten sich etwas im Sack, sodass „Weißt du wie viel Sternlein stehen“ schon mal begann.

Nach einem effektvollen Start mit der „Carol of Bells“, deren Spiel mit den Silben als Glockengeläut von Gaby Heuberger und ihrem Background-Chor voll ausgekostet wurde, gab es reichlich Gelegenheiten für Soli. Bernd Kasper begeisterte die Zuschauer am Saxophon: Er zeigte Raffinesse und zauberte Stimmung in die Reithalle – auch mit dem leicht näselnden Sopransaxofon, mit dem nur Virtuosen umzugehen verstehen.

Schlagzeug beeindruckt

Abräumer war aber Tobias Zipfel. Am Schlagzeug sorgte er im Hintergrund für den weihnachtlichen Rhythmus, aber vorne am Bühnenrand drehte er vollkommen auf – mit einer einzelnen Trommel. Er spornte das Publikum mit kleinen Trommelwirbeln an und befehligte zeitgleich seien Rhythmusgruppe – Gaby und den Chor – mit der Trillerpfeife. Das Publikum reagierte mit einem Sturm der Begeisterung. Armin Heuberger an Klavier und Keyboard und Franz Horn am Bass hielten sich persönlich zurück. Verlassen konnte sich die Sängerin aber dennoch auf ihre perfekt abgestimmte Begleitung durch den Abend.

Zum Mitmachen fürs Publikum war die Zugabe „Winter in Kanada“: Vielleicht waren die Vortänzerinnen vom NB Ballett zu flink, aber beim Singen schlug sich das Publikum wacker. Als Rausschmeißer gab es im Konfettiregen „Heast as net“ von Hubert von Goisern, dessen melancholische Stimmung fröhliches Jodeln kontrastierte. Ja, die Zeit vergeht, und zur neu vorgestellten Statistik von offizieller Seite, dass die Deutschen ihre Dialekte verlieren, passte das 25 Jahre alte Lied genauso gut wie zum Jahresausklang.

An der Tür zur Reithalle stand schon vor Kassenöffnung „ausverkauft“. Insofern war der Hinweis von Gaby Heuberger wichtig, dass die nächste Weihnachtsshow am 12. Dezember 2020 stattfindet – mit neuem Programm natürlich.